Erz wurde schon vor Jahrhunderten am Braunenberg gefunden und abgebaut, und sogar mit einer Zahnradbahn abtransportiert. Holzkohle zur Verhüttung gewann man in den
Köhlereien des Härtsfeldes. Eine davon ist heute noch
bei Aalen-Ebnat zu besichtigen. Dort werden Laubhölzer kunstvoll zum Meiler geschichtet; das Feuer muss dann eine Woche lang glimmen, um Holzkohle gewinnen zu können.
Die Industriegeschichte auf der Schwäbischen Ostalb hat also Tradition. Sie reicht von den Schwäb. Hüttenwerken in Aalen-Wasseralfingen,
der Lederverarbeitung in Bopfingen und der Zigarrenherstellung in
Nattheim aus vergangenen Tagen bis zur "jungen" Firma Carl Zeiss in Oberkochen, die 1945 von Jena ins Schwabenland kam.
Welch stürmische Entwicklung lag dazwischen? Waren es vom 15. bis zum 18. Jahrhundert die Fürstpröpste von Ellwangen, die mit Erz viel anzufangen wussten,
so kamen Ende des 19. Jahrhunderts die Ingenieure, die vor allem den Maschinenbau forcierten und die Arbeitsplätze von heute schufen.
1861 verkehrte der erste Zug von Cannstatt nach Wasseralfingen. Um die Jahrhundertwende erklomm die Bahn sogar das Härtsfeld. Die
"Schättere", wie sie liebevoll im Volksmund genannt wurde, dampft heute wieder als Museumsbahn auf einem Teilstück zwischen Neresheim und Dischingen.
Große Bedeutung kommt auch den Mühlen im Ries zu. Von einst 37 sind
noch 25 vorhanden, einige davon noch in Betrieb.
Ein Denkmal der Industrialisierung ist das
Besucherbergwerk "Tiefer Stollen" in Aalen-Wasseralfingen. Wo noch vor 60 Jahren Eisenerz abgebaut wurde, können die Besucher heute die harte Arbeit
unter Tage erahnen und beim Rundgang durch das unterirdische Stollenlabyrinth erfährt man vieles. |
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Besucherbergwerk "Tiefer Stollen" in
Aalen-Wasseralfingen |
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Härtsfeldbahn "Schättere" |
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Optisches Museum in Oberkochen |
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Ofen im Schlossmuseum Ellwangen |
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